17. Dezember 2008 um 4:46 (Klima und Energie, Technik)
Tags: auto, Benzinverbrauch, Luftwiderstand
kann man mit dem Experimentalauto des Lycée la Joliverie in Nantes zurücklegen. Deswegen war es der Sieger des diesjährigen Shell Eco-Marathons Europe. Das entspricht einem Benzinverbrauch von 0,03 l auf 100 km. Damit ist es 34 mal besser als das 1 – l – Auto von VW und 100 mal besser als ein 3-Liter-Auto. Das ist also erreichbar.
Natürlich sind das Extreme: man fährt nicht viel schneller als 30, liegt nahezu in einer 30 kg leichten Zigarre – Knautschzone, was ist das? Die Beschleunigung ist nahezu vernachlässigbar.
Aber in besagtem Wettbewerb gibt es auch die Kategorie „Urban Concept Cars“, was kleine Zweisitzer mit Gepäckraum sind, und diese müssen gelegentlich anhalten und wieder losfahren. Und auch hier werden exorbitante Werte erreicht: 848 km pro Liter, also ein Verbrauch von 0,12 l pro 100 km, was immer noch 8,5 mal besser scheint als das 1-l-Auto von VW. Allerdings fährt dieses 3 mal schneller. Wenn ich das Wettbewerbsauto 3 mal schneller fahren lasse, erhöht sich sein Luftwiderstand und damit sein Verbrauch um den Faktor 9. Das bedeutet, dass das VW- 1 – Liter – Auto ziemlich genau gleich gut ist.
Kommentar schreiben
17. Dezember 2008 um 2:43 (Klima und Energie, Nicht kategorisiert, Technik)
Tags: auto, Automatik, Hybridautolt, Verluste, Wärmeleitung
Also hauen wir weiter in die Autotechnik-Kerbe und spielen den Spinner:
Wenn es kein Hybridauto ist, hat der Motor zwei oder drei Zylinder unterschiedlichen Hubraums, die alternativ laufen. Grund: die Verluste durch Wärmeleitung sind hoch und hängen in erster Näherung nur von der Verbrennungsraumoberfläche ab. So wird Leistung immer mit dem kleinstmöglichen Zylinder erbracht.
Innerhalb eines Motorbereichs regelt der Fahrer mit dem Gaspedal über eine kontinuierliche Automatik nur noch die Drehzahl anstatt die Zylinderladung.
Wenn es ein Hybridauto ist, kennt der Verbrennungsmotor nur noch zwei Betriebszustände: „optimale Zylinderladung und Drehzahl“ und „aus“.
Kommentar schreiben
16. Dezember 2008 um 22:13 (Klima und Energie, Technik)
Tags: auto, Bremsenergierückgewinnung, Lupo, Motor
wenn man einmal ein Thema beim Wickel hat, fällte einem immer mehr dazu ein.
Mit meiner Zeichnung zum Torsionsfederelement zur Stoßdämpfung beim Einzylinder habe ich mich definitiv als versponnener Techno-Tüftler disqualifiziert. Dennoch will ich hier das momentan aktuelle Feld weiter beackern.
Es wird bald das 1 – Liter – Auto geben, habe ich kürzlich gelesen und zwar hier. Ein löbliches Vorhaben, ein Schritt in die richtige Richtung, aber: nicht das was wir brauchen. Denn es ist ein Rekordauto, ein Konzeptauto, ein Demonstrationsauto, kein Massenauto! Anscheinend ist der VW – Vorstand von seinem Lupo-Versuch, der (so meine ich kühnerweise) vor allem wegen des bescheuerten Designs so gescheitert ist, so frustriert, dass er, nachdem er zuerst zu kurz geschossen und dann kein „Standing“ bewiesen hat, nun über das Ziel hinausschießt und des Guten zuviel tut. Ich möchte mal wissen, wie weit die Umweltbewegung wäre, wenn sie bessere Designer und Werbeleute hätte.
Immerhin für mich befriedigend: der Wagen wird einen Einzylindermotor haben, abgedeckte Hinterräder, Freilauf. Weitere energierelevante Elemente: Start-Stopp-Automatik, Bremsenergierückgewinnung.
Kommentar schreiben