Fun über alles

Was sehen wir hier?  Die Lufttemperatur in Bodennähe, gemittelt über je ein Jahrzehnt, als Differenz zum Mittel von 1951-1980. Das ist die in Fachkreisen so genannte “Temperaturanomalie”, farbcodiert.

Der Farbcode ist hier (die Quelle hier):

                  giss_temperature_palette 400 44 

1980-19891980-89 470 235 

1990-19991990-99 470 235 

2000-20092000-09

Die Katastrophe entsteht durch den Zeitrafferblick – was wir hier sehen ist fast der Zeitraum einer Generation.

Welche Farben nehmen die NASA-Grafiker für das kommende Jahrzehnt – dunkleres Rot geht ja nun fast nicht mehr. Man muss sich von den Farben lösen und die realen Veränderungen denken: mehr und heftigere lange Trockenheitsperioden in einigen Gebieten, Überschwemmung durch heftige Niederschläge und Hurrikane in anderen. Weniger Wasser im Sommer durch weniger Gletscher, die es liefern könnten. Dinge mit denen man umgehen muss – und auch kann, wenn – ja wenn die Organisation erhalten bleibt, sozusagen das “Ich” eines Staates, siehe unten.

Wenn in einem Gebiet das Essen knapp werden sollte ist das Wichtigste die soziale Angleichung und Fürsorge, denn es sind immer die Armen, die verhungern. Daran kann man schon jetzt arbeiten. Die Welt wächst immer mehr zusammen. Es wird von Jahr zu Jahr unwahrscheinlicher, dass Menschen alleingelassen werden.

Eine große breite subjektiv langsame Veränderung ins Unbekannte hinein steht an. Es ist nachvollziehbar, dass eine solche Katastrophenangst oder Bedrücktheit entstehen lassen kann. Evolutionsbiologisch betrachtet sind Menschengruppen früher oft genug real ausgerottet oder auf Reste reduziert worden, daher unsere Sensibilität für Existenzielles. Wir hängen instinktiv an den Zuständen, die wir kennen.

Nur: von Doom & Gloom sich die Lebensfreude ruinieren lassen bringt’s auch nicht! Sein Scherflein beitragen, ja. Zum Beispiel nicht übers Wochenende nach Bangkok fliegen (– was für ein Wahnsinn, Energie ist einfach zu billig)! Strom und vor allem Wärme sparen – auch wenn sie noch billig sind. Heute können bei uns große Bevölkerungsgruppen leben wie früher  – und anderswo – nur die Reichsten. Aber man muss nicht alles tun, nur weil man es kann und es “Fun” bringt.

Ein Trick gegen Drive-By-Viren

Nun also auch ich ein beklagenswertes Virusopfer! Man hatte zwar davon gehört, aber ich hatte noch niemals, niemals einen Virus auf meinem Rechner, seit den Anfangszeiten, da ich ja niemals, niemals ausführbare Dateien starte vor einem Check.

Aber ein neuer Infektionskanal nimmt immer mehr Überhand: das Ausnutzen von Programmierfehlern in Webbrowsern und deren Plugins, durch das ausführbarer Schadcode ohne jede bewusste Aktion des Surfers aus dem  Gehege des virologischen Gartens in die bewohnten Zonen der privaten Computerortschaft gelangt und dort die schutzlosen Bewohner angreift.

In diesem speziellen Fall war das Virus, der Wurm, Trojaner, Backdoor oder wie das Viehzeugs auch immer korrekt heißen müsste so neu, dass mein Avira ihn noch nicht kannte.

virustotal.com ist die Website, wenn man eine fragwürdige Datei testen möchte. Man lädt sie hoch und erhält das Prüfergebnis sehr vieler Schutzprogramme – mehr Information kann man nicht bekommen.

In meinem Fall konnte ich beobachten, wie sich die Information auf die verschiedenen Programme ausbreitete: Anfangs kannten ihn von ca. 40 Antivirenprogrammen nur zwei, eines davon Microsoft Security Essentials. Einen Tag später waren es dann vielleicht die Hälfte.

Immerhin eines hatte ich richtig gemacht: Auf meinem XP Pro, auch wenn das bei der Installation und dem Update von Programmen einige Mehrarbeit macht, nicht mit Administratorrechten zu arbeiten. Heutzutage ein absolutes NoNo! Dadurch konnte sich das kleine Monster nicht in die Tiefen des Systems einfressen und ich hatte mit dem Administratoraccount eine bequeme Möglichkeit, die Desinfizierung zu bewerkstelligen.

Firefox und Skype sind hier übrigens beispielhaft mies, denn sie lassen einen die Updatedateien runterladen und entpacken um einem dann mitzuteilen: Ätsch, du musst Adminstratorrechte haben. FileZilla macht es richtig: Es verlangt einfach am Anfang das Administratorpasswort und alles flutscht.

Ich bin noch einmal mit dem blauen Auge davongekommen: Meine Dateien sind noch alle da, bis auf den kompletten Desktop mit Bildschirmhintergrund und vielen Links im Startmenü und der Schnellstartleiste. Fast alle Verzeichnisse, über die ich als normaler Benutzer Rechte habe, sind mit dem “versteckt”-Attribut versehen worden, was mir keinen geringen Schrecken eingejagt hat. Hätten auch gelöscht werden können!!! Zwei über-Nacht-Komplettvirenscans und ein paar Stunden Reparaturarbeiten, das wars.

Es stellte sich die Frage: Wie weiter? Kurz entschlossen kaufte ich die Bezahlversion von Avira, weil die einen Drive-By-Schutz verspricht, nur um nach einiger Recherche bei av-test.org zu lesen, dass Bitdefender und F-Secure noch bessere Erkennungs- und im ersten Fall auch Reparatur-Fähigkeiten hat. Nun gut.

Dann fiel mir ein hübscher Trick ein, um den bösen Drive-By-Viren ein Schnippchen zu schlagen. Und der geht so: Du startest den Browser nicht als der Benutzer, der du bist, sondern als ein anderer! Bei XP: rechte Maustaste aufs Browsersymbol, “ausführen als”, “folgender Benutzer” checken, ins Feld “Gast” eintragen. Man kann aber auch einen anderen Benutzernamen nehmen, den man vorher eingerichtet hat. Dann muss man nur noch per Rechtevergabe dafür sorgen, dass “Gast” keine Schreibrechte auf Daten hat, wo er nicht hinsoll, und der normale Benutzer Rechte auf dem Datenbereich von “Gast” bekommt. Und fertig. Soll sie doch kommen die Infektion. Dann lösche ich einfach das ganze Konto und mache ein neues. Punkt.

Noch komfortabler ist, den Link in der Schnellstartleiste zu modifizieren, so dass der Browser mit den Rechten des anderen Kontos startet. Hierzu geht man mit der rechten Maustaste auf die Verknüpfung, klickt “Eigenschaften” und geht dann in das Textfeld “Ziel”. Hier fügt man ein:

C:\WINDOWS\system32\runas.exe /user:Gast “C:\Programme\Mozilla Firefox\firefox.exe”

- das muss natürlich bei einem anderen Browser oder einem anderen gewünschten Benutzerkonto entsprechend verändert werden. Wenn man dann darauf klickt, öffnet sich ein schwarzes Kommandozeilenfenster und verlangt das Passwort für den anderen Benutzer – in meinem Fall einfach “Return” – und Schwupps hat man den Browser mit eingeschränkten Rechten laufen.

Durch dieses Manöver hat sich das Symbol für den Link in ein hässliches Kästchen geändert. Um es wieder hübsch aussehen zu lassen, muss man in folgendes Verzeichnis gehen:

C:\Dokumente und Einstellungen\BENUTZERNAMEN\Anwendungsdaten\Microsoft\Internet Explorer\Quick Launch

Dort rechte Maustaste auf den Listeneintrag für den Browser, “Anderes Symbol”, dann ins Browserverzeichnis gehen, z.B. c:\Programme\Mozilla Firefox\ und dort Firefox.exe anklicken. Dann übernimmt er den roten Fuchs.

P.S.: Der Vollständigkeit halber möchte ich erwähnen, dass es nicht völlig unmöglich ist, dass ein Virus die Benutzerrechtegrenze überwindet – soll aber selten sein. Also wir reden hier über Wahrscheinlichkeiten.

Doom and Gloom

honda_thailand_submerged

Doom heißt Verhängnis und es gibt einen Blog, der das Verhängis protokolliert. Der ist hier. Das Foto ist von da geklaut. Es ist wirklich zum schreien. Es zeigt eine Hondafabrik in Thailand am 18. Oktober 2011. Das zum Thema Jahresrückblick . Der graphische Effekt ist hübsch. Natürlich kann man wie immer dieses einzelne Ereignis nicht der Klimaerwärmung zurechnen.

Ansonsten: Waldbrände in Russland, die es wegen Fukuschima und wegen der Wiederholung, die dem Medienkunden eintönig wirkt, nicht in die Medien schafften.

Was ich nicht wusste: In China herrscht ein Bauboom, der “mehr Stahl, Eisenerz und Zement pro Kopf verbraucht als jede Industrienation in der Geschichte”. Und der möglicherweise in einer gigantischen Immobilienkrise enden wird. (Steht im Blogbeitrag).

Zum Trost ein anderes Bild, das Weltall in seiner kalten Schönheit:

komet ISS030-E-014350

Geklaut hier. Terrific!

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