Ex Oriente Lux revisited

So, das wird hier gerade ein richtiger Klimablog. Zunächst einmal was zum Hoffnung schöpfen:

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Na ja, kleiner Scherz. Was wir hier sehen ist das volle Einsetzen der Industrialisierung in den weniger entwickelten Ländern, allen voran China. Immerhin will Chinas Führung die Pro-Kopf-Emission nicht auf amerikanischen Standard kommen lassen. Den europäischen hat man mit knapp 7 t/Kopf und Jahr schon bald. (Quelle)

Anlässlich eines über Draht übertragenen Konzertes

Das Werk, die Musiker, das Konzert, das Publikum: so wird der Tanz , der Reigen getanzt der klassischen Musik. Was noch fehlt: die Musikkritik, das sind die Worte über die Musik, und die verachte man nicht. Die Worte sprechen von den inneren Bewegungen, die die Musik auslöst und die doch ihr letzter Zweck sind. Sie schaffen neben dem Erleben der Musik selbst eines des gemeinsamen Verstehens. Sie erleichtern das Hören, indem sie die größere Form, die zeitliche Gegliedertheit dem Hörer verfügbar machen. Sie bringen auf den Punkt, was ist, was stimmig ist und was nicht. Sie beschwören Bilder und Assoziationen, die Sinn generieren.

Ein venezolanisches Jugendorchester spielt in der Philharmonie. Sir Simon dirigiert es, aufmunternd und kräftig. Das Publikum ist freundlich und genießend. Die Musiker sind junge Leute, denen man ansieht, dass sie gute Musik machen wollen aber auch attraktiv aussehen, und es gelingt ihnen beides. Auch den Respekt vor dem berühmten Haus sieht man ihnen an, bilde ich mir ein.

Da hinten, in Südamerika, zwischen der Armut und dem Reichtum, spielen sie die europäische Kunstmusik der letzten zweieinhalb Jahrhunderte. Jedes Stück eine Messe, oder eine Meditation, eine Reise, ein Wurf, der genau geworfen sein will, eine Gratwanderung. Äußerste Fokussierung (ein gutes Wort aus der Fußballberichterstattung) auf etwas völlig irrelevantes: Seelenvorgänge.

Nun ja, assoziiert mit Bürgerlichkeit, das heißt: mit gebildeter, das heißt: mit herrschender Klasse. Das auch. Aber seis drum, jede Subkultur hat ihr eigenes Recht.

Es gibt noch BeOS-Benutzer

Ich habe einen leibhaftigen kennengelernt! BeOS, ein kleines, schnelles, altes Betriebssystem, das ohne jede Altlast entwickelt wurde.

Die Finanzsphäre als Regelsystem

Die Tobinsteuer muss her! Immerhin in einem Teil der europäischen Länder ist das schon fast zu einem Konsens geworden. Oder meinetwegen auch eine andere Variante von Transaktionssteuer.

Neulich sagte ein Finanzfachmann im Fernsehen, dass durch den computerisierten Aktienhandel heute innerhalb eines Tages Kursschwankungen auftreten, die es in dieser Größe früher in Wochen oder Monaten gab. Früher gab es Tage, an denen der Kurs einer Aktie schlicht gleichblieb, weil es keinen Grund gab, ihn zu ändern. Heute reagiert das System mehr und mehr auf sich selbst anstatt auf Änderungen seiner Grundlage, will sagen den Produktions- und Konsumstrukturen.

Heiner Flassbeck, seines Zeichens Direktor der Abteilung Globalisierung und Entwicklungsstrategien bei der UNCTAD, beklagt vehement, dass die Preise für Rohstoffe und Lebensmittel durch Spekulation erheblichen Schwankungen unterworfen sind, die sich nahezu unabhängig von Produktions- und Verbrauchsänderungen abspielen.

Es gibt ja die Auffassung, dass alles gut wird, wenn es für alles einen Markt gibt, und die ist ja auch sehr einleuchtend und plausibel. Danach strömt das Kapital in die Produktionszweige oder Firmen, die eine wachsende Absatzbasis haben, meidet die Gebiete mit Problemen und so fort – ein perfektes Regelsystem, mit dezentralisierten Akteuren, die ihren natürlichen Egoismus ausleben dürfen.

Wären da nicht die kleinen Schönheitsfehler der Realität:

Es lässt sich, zumindest für eine gewisse Zeit, aus dem finanziellen Verhalten der anderen Akteure mehr Gewinn machen als aus realen Investitionen, das gibt dann die Spekulationsblasen. Eine Basisinformation gibt vielleicht den Anstoß, etwa eine Knappheit an einem Rohstoff, und die Spekulation darauf, was die anderen damit machen bildet eine positive Rückkopplung und verstärkt den Effekt in der Finanzsphäre um ein Vielfaches. Der an und für sich erwünschte Finanzfluss fällt völlig übertrieben aus und schadet dem Ganzen, anstatt zu nützen.

Die Regelung ist zu sensibel, zu radikal, nicht gut dosiert, zu instabil. Wenn in der Technik die Ausschläge von etwas zu wild werden, baut man eine Dämpfung ein, und eine Transaktionssteuer wäre so etwas wie eine Dämpfung. Auch Dämpfungen müssen richtig bemessen sein, aber keine Dämpfung scheint auf jeden Fall zu wenig.

Dann gibt es noch das Komplexitätsproblem. Je komplexer ein Regelsystem wird, das aus einzelnen voneinander abhängigen Einheiten zusammengesetzt ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass sich Wellenbewegungen und andere Instabilitäten aufbauen. Gerade die Subprime-Krise kann man als Komplexitätskrise bezeichnen – die Akteure wussten nicht mehr, was sie taten.

Ein komplexes System ist effizienter als ein einfaches, wenn es funktioniert, aber anfälliger, wenn es nicht funktioniert. Es gibt hier eine Abwägung zwischen Stabilität und Effizienz, scheint mir, und mir scheint, dass das Optimum an Komplexität bereits Überschritten ist.

Das wäre ein Fortschritt: positive Rückkopplung, Sensibilität und Komplexität als zu steuernde Größen des Marktes zu erkennen.

Die Geschichte der Entdeckung des Klimawandels

Auf http://www.aip.org/history/climate/co2.htm ist ein Abriss der Entwicklung des Wissens zu lesen, die zu unserem momentanen Verständnis des Klimawandels geführt hat. Es beginnt mit Arrhenius am Ende des 19. Jahrhunderts, der bekanntlich die atmosphärische Infrarotabsorption als verantwortlich für die Bewohnbarkeit der Erde erkannt hatte, und führt dann durch alle Aspekte der Temperaturberechnungen und auch des Kohlenstoffkreislaufs, schließlich der numerischen Modellierung, die zu dem Erkenntnisstand führen, der heute als schlüssig gilt.

Was mich faszinierte ist die Tatsache, dass die ersten Warnungen vor dem Klimawandel bereits in den 50er Jahren publiziert wurden, noch basierend auf Überschlagsrechnungen, und dass die Mechanismen in ihrer Komplexität bereits damals ein tieferes Verständnis sogar durch Fachleute behinderte, zu schweigen von normalen Menschen.

Zwei Beispiele, an denen diese Komplexität aufschien:

Das Absorptionsverhalten der beiden wichtigsten Spurengase Wasserdampf und Kohlendioxid ist nicht etwa in jeder Höhenschicht gleich. Nicht nur ändert sich die Wasserdampfkonzentration, auch die Breite der Absorptionslinien ändert sich mit dem Druck stark. Dies hat zur Folge, dass in der unteren Atmosphäre die Infrarotabsorption praktisch vollständig durch den Wasserdampf dominiert ist, in höheren Schichten aber, dadurch, dass dessen Absorptionslinien immer schmaler werden, das Kohlendioxid mehr und mehr Anteile übernimmt. Als Effekt davon musste man die Gesamtabsorption für jede Höhenschicht extra berechnen, was erst mit den ersten Computern überhaupt mit vertretbarem Aufwand realisierbar wurde.

Das zweite Beispiel ist die Aufnahmerate von Kohlendioxid im Meerwasser, die schlicht unbekannt war. Erste Berechnungen, die Meerwasser einfach als Salzwasser modellierten, lieferten Ergebnisse, die um den Faktor 10 zu günstig waren. Es dauerte Jahre, bis sich die Erkenntnis in der wissenschaftlichen Gemeinschaft durchsetzte, dass die übrigen Bestandteile des Meerwassers – obwohl in der Konzentration niedrig – die Kohlendioxid-Absorptionsrate im Meerwasser durch einen Puffereffekt massiv herabsetzen – und so bewirken, dass die Emissionen des Menschen überhaupt zu einem nennenswerten Anstieg der CO2-Konzentration in der Atmosphäre führten.

Eine Besonderheit der Klimadebatte ist, dass jeder Hinz und Kunz meint, dort mitreden zu können. Wenn man sich die entsprechenden Kommentare, die oft von selbstgefälliger Boshaftigkeit strotzen, durchliest, fällt auf, dass diese Leute immer wieder einzelne Teilaspekte des Gesamtbildes, die in einzelnen von tausenden von Veröffentlichungen problematisiert werden, herausgreifen und damit das ganze Gebäude der Erkenntnisse zum Einsturz zu bringen glauben. Was ihnen nicht auffällt ist, dass sie damit nichts weiter als elende Stümperei betreiben.

Der Impuls, der dahinter steht, ist durchaus menschlich und verständlich: man will sich von niemandem, auch nicht von den Eierköpfen (wie der Ami sagt) , seine Lebensweise diktieren lassen. Es ist schon eine verdrießliche Sache, das. Verantwortung und Verzicht drücken halt auf die Stimmung.

Noch etwas interessantes: Bereits die ersten Abschätzungen für die zu erwartende Temperaturerhöhung liefern Zahlenwerte, die nicht so sehr verschieden sind von den heutigen, die durch unvorstellbar komplexe Modelle errechnet wurden. Das finde ich bemerkenswert. Anscheinend gleichen sich alle in der Zwischenzeit hinzugenommenen Informationen sich in ihrer Wirkung etwa aus.

Eine nächtliche Runde

Die Runde war vielleicht typisch für das Berlin unserer Tage. Man saß um zwei Uhr nachts beim Imbiss eines Türken, der mit einer Griechin verheiratet ist – einem Geheimtipp -  und sprach englisch, wegen der jungen amerikanischen Künstlerin, die dabei war. Einer war Franzose, der nach Berlin gekommen war, um sein Leben umzukrempeln.

Man sah an seiner Mimik, die quasi durchscheinend war, von einer humanitären und unmittelbaren reichen Anteilnahme, von einer weichen und lebendigen Selbstsicherheit, dass er nicht in Deutschland aufgewachsen war.

Das Thema war tief, eines der tiefsten, die man wohl wählen kann: wie trifft man die Entscheidung für seinen weiteren Lebensweg. Einer hatte in einem langen Prozess einen vielversprechenden, wenn auch nicht ganz einfachen Weg begonnen und wurde von den anderen darüber ausgefragt, die ganz offensichtlich von seiner Entschlossenheit profitieren wollten.

Einer scheute, sagte er, vor den zwei Jahren Referendariat, aber ich glaube, dass er eher die dreißig Jahre Lehrersein meinte, die dahinter warteten.

Ich dozierte über Entscheidungen, dass das Wichtigste sei, die andere Möglichkeit aktiv nicht zu wollen, dass der Vergleich von Vorteilen keine Bedeutung habe, da die Vorteile sich aus der Wahl des Standpunktes ergäben und dass es für die Wahl des Standpunktes letztlich (Herrgottnochmal, was heißt “letztlich” auf Englisch?) keine Begründung gäbe, wohl aber die Verantwortung.

Zu Gast bei Feinden oder die Banalität des Bösen

Die Taliban – schlimme Fanatiker,die ihr Land ins Mittelalter zurückbomben wollen – oder Befreiungsbewegung aufrechter, tugendhafter und religiöser Patrioten?

Eine Dokumentation, von einem afghanischen Journalisten gedreht, lässt uns 10 Tage mit einer ihrer Kampfgruppen mitgehen. Wir sehen ihre parallele Justizinfrastruktur, d.h. ein kleines Gefängnis, in dem zwei Männer ihr Urteil erwarten, die Beratung ihres Scharia-Gerichtes; wir sehen ihren Kommandeur, der entspannt und selbstsicher Verlautbarungen abgibt, die ein klein wenig an der Wahrheit vorbei gehen; wir sehen, wie die Gruppe an einer von Kundus kommenden Überlandstraße Militärfahrzeugen auflauert, um sie mit einem händigezündeten IED und RPG7 anzugreifen, und wie der Anschlag scheitert, weil die Kommunikation mit den Spähern nicht klappt; wir sehen Al Qaeda – Leute, die anscheinend scharfe Hunde sind und unseren Journalisten der Spionage bezichtigen, und wir sehen den Talibankommandeur diesen mit der Begründung des Gastrechtes unter seinen persönlichen Schutz stellen und nach Hause schicken. Wir sehen auch Patrouillen der offiziellen Polizei an just der Stelle des Hinterhalts, die standhaft beteuert, dass es keine Talibanaktivität gebe.

Was wir aber vor allem sehen, sind junge Männer, die freundlich sind, die entspannt sind, die ärgerlich und aufgebracht sind, die sich vor ihrem Kommandeur fürchten, die angeberisch sind, kurz – die ganz normal, menschlich und durchaus liebenswert sind bis auf die unbedeutende Tatsache, dass sie Leute umbringen wollen. Es sind Leute, von denen man einige sich sehr gut als Freunde vorstellen könnte.

Das ist der Krieg.

Ich meine den Krieg als Seinsform, als Wahrnehmungsform, als zeitweilige Existenzweise, die Individuen und Gruppen ergreift und Gründe finden lässt, zu töten. Dieselben Leute – ohne Talibanideologie – wären umgängliche Kerle, die sich für Fußball interessieren würden, für Händis, Autos, oder eine Familie gründen wollten.

Nach dem Film überlegte ich, wie dem wohl beizukommen sei und dachte an solche Sachen wie ununterbrochene, großflächige, teilautomatisierte optische Überwachung der Überlandstraßen mittels Drohnen, an das Abhören des von den Taliban wahrhaftig skandalös selbstverständlich benutzten Händinetzes und so fort, und schätzte, dass mit genügend Geld und Technik vielleicht einige der besagten jungen Leute bald tot wären. Und es täte mir leid. Das ist paradox, aber es ist so.

Deswegen finde ich den Ansatz, Taliban den Ausstieg zu ermöglichen, nicht  nur klug (, obwohl keineswegs ausgemacht ist, dass er funktionieren wird ), sondern auch menschlich.

Der lange Abschied von einem Menschen

Es kam der Tag, an dem ich feststellte, dass meine Mutter nicht mehr die Frau war, die ich gekannt hatte. Das war ein Schock. Sie sprach von Dingen, die es nur für sie gab. Sie sprach unverständlich.

Die Beziehung existierte weiter, das sich-aufeinander-Beziehen, aber das Gegenüber war ein anderes geworden – ein körperlich sowieso, aber auch geistig äußerst fragiles Wesen, dabei aber von einem weisen, berührenden Tiefsinn oft, den ihr wichtigen Punkt in einem Satz treffend.

Die Pflegestation ist ein Segen. Wäre sie nicht, wäre ich schon lange bestimmt von negativen Gefühlen ihr gegenüber. So bin ich frei von allzugroßer Enge und kann lieben. Nur dass zwei Menschen, die sich wenig zu sagen haben, auf einem Zimmer zusammengelegt sind ist scheußlich.

Mehr und mehr aus der Vergangenheit wird für sie bedeutungslos – ist keine Möglichkeit der Gegenwart mehr. Zu reisen. Ja selbst in der Stadt größere Strecken zurückzulegen. Klavier zu spielen. Selbst zu malen.

Die Achtung für sie als Mutter ist noch da bei mir und bei vielen, für die sie einmal ähnliche Funktion hatte; der Wunsch, zurückzugeben der, die viel gegeben hat. Aber der Anblick dieses Menschen ruft heute so viel mehr Sorge und Zärtlichkeit hervor als Achtung.

Das Vermischen von Einbildung und Realität nimmt ab und wieder zu, es ist kein Prozess nur in derselben Richtung. Man gewöhnt sich daran. Es ist wie ein neuer Mensch, den man da trifft, der einen nur mehr an den alten erinnert. Einmal wird sie gehen, ganz verschwinden, aber das wird dann nur noch ein kleinerer Sprung sein – die ich einst kannte, ist schon jetzt teilweise verschwunden.

Verbrennungsmotor der Zukunft 2

Es ist immer seltsam, wenn man daher kommt und schreit: hier, das ist das Ei des Kolumbus, also eine bestimmte technische Lösung missionarisch in den Himmel hebt.
Nichtsdestotrotz will ich hier auf eine solche Lösung aufmerksam machen: den Gegenkolbenmotor.

Er besteht aus einem Brennraum für zwei Kolben, die darin gegeneinander laufen. Er könnte ein Viertakter, wenn man in der Mitte Ventile unterbringen würde, aber als Zweitakter ist er viel eleganter. Dann nämlich öffnen die Kolben am äußeren Totpunkt den Zuluft und den Abgaskanal. Durch eine leichte Phasenversetzung kann man erreichen, dass sich erst der Abgas- und dann der Zuluftkanal öffnet. So wird ein Gasaustausch erzielt, der ebensogut wie beim Viertakter ist. Der Zweitakter braucht einen Lader, der während des offenen Zylinders die frische Luft hineindrückt.

Der Hauptvorteil ist folgender:

Die Oberfläche des Brennraums ist eine der Hauptverlustquellen beim Verbrennungsmotors. In erster Näherung sind die Wärmeverluste nicht von der Motorleistung, sondern nur von dieser Oberflächengröße und der Ladung abhängig. Man möchte also zwei Ziele erreichen: ein großes Hub-zu-Bohrungsverhältnis (langen Hub), um die Oberfläche des Brennraums gering zu halten, und eine hohe Drehzahl, um bei gegebener Oberfläche, also gegebenen Verlusten, möglichst viel Nutzleistung zu erzielen. Großer Hub bedeutet aber große Beschleunigung von Bauteilen – wegen der begrenzten Materialfestigkeit sind Hub und Drehzahl ungefähr umgekehrt proportional. Wenn der Hub auf zwei Kolben aufgeteilt wird, lässt sich also im Prinzip die doppelte Drehzahl erreichen, d.h. doppelte Leistung bei gleichen Verlusten. Der Wirkungsgrad steigt.

Dieser Effekt trifft besonders auf den Teillastbereich zu, weil hier die Oberflächenverluste relativ größer sind als bei Volllast. Dies ist von Bedeutung, da unsere Autos vielleicht 80 % ihrer Zeit im unteren Teillastbereich gefahren werden.

Die Komplexität das Motors ist etwas geringer als die des Standard-Viertakters. Keine Zylinderköpfe, keine Ventile und Ventiltriebe und Nockenwellen, weniger Masse, da weniger Hubraum umbaut werden muss – dafür zwei Kurbelwellen, die über Zahnräder synchronisiert werden müssen und der Lader.

Nachteile gibt es leider auch. Dadurch dass die Lauffläche für den Ein- und Auslass unterbrochen ist, gerät Öl in den Gasstrom, insbesondere ins Abgas. Ob sich das wegentwickeln lässt  ist die Frage. Es erfordert eben Risiko einzugehen.

nochmal Auto der Zukunft

Also hauen wir weiter in die Autotechnik-Kerbe und spielen den Spinner:

Wenn es kein Hybridauto ist, hat der Motor zwei oder drei Zylinder unterschiedlichen Hubraums, die alternativ laufen. Grund: die Verluste durch Wärmeleitung sind hoch und hängen in erster Näherung nur von der Verbrennungsraumoberfläche ab. So wird Leistung immer mit dem kleinstmöglichen Zylinder erbracht.

Innerhalb eines Motorbereichs regelt der Fahrer mit dem Gaspedal über eine kontinuierliche Automatik nur noch die Drehzahl anstatt die Zylinderladung.

Wenn es ein Hybridauto ist, kennt der Verbrennungsmotor nur noch zwei Betriebszustände: “optimale Zylinderladung und Drehzahl” und “aus”.

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