Ein Element: Respektieren

Eine Erkenntnis aus der Meditation: meine Entscheidungen zu  respektieren. Das heißt ganz und garnicht, ihre Wirkungen zu negieren. Im Gegenteil. Es heißt, ihre Wirkungen zu würdigen.

Es heißt auch, die Entscheidungen anderer zu respektieren.

Dies ist noch nicht das Ziel. Das Ziel ist, in einem Flow von Wahrnehmungen, Gefühlen, Entscheidungen, Handlungen und Reflektionen zu sein. Wenn ich über das Respektieren oder Nichtrespektieren von Entscheidungen nachdenke, bin ich bereits nicht mehr in diesem Flow.

Einige von Euch werden das nachvollziehen können, anderen wird es gar nichts sagen.

Wann ist das Eis aus?

arctic-sea-ice-september

Ich meine die arktische Eisdecke, wann ist sie im Sommer erstmals weg?

Ich habe einmal drei Größen, jeweils im September, geplottet, siehe rechts.

Die Volumenkurve sieht schrecklich steil aus und zeigt auf ein Jahr irgendwo zwischen 2025 und 2030.

Die Flächenkurve ist sehr zerfasert und zeigt eher in den Bereich um 2050.

Die Eisdickenkurve ist am konsistentesten und zeigt irgendwo in den Bereich zwischen 2030 und 2040.

Leider gibt es Gründe dafür, anzunehmen, dass die Flächenkurve sich nach unten biegen wird.

Eine genauere Schätzung als 2030 +- 5 Jahre kann man wohl nicht machen…

Ein Infobit aus Kenia

In parts of Marsabit and Turkana, where communities are unable to reach sustained humanitarian assistance, they are at risk of sliding in to emergency levels of hunger (IPC Phase 4), one step away from famine, between July and September.

kopiert von hier

Wider das rein individuelle Gutsein

Ich stolpere über diesen Guardian-Artikel: „Würdest du jemandem raten, in brennendem Haus mit dem Handtuch zu schlagen oder mit der Fliegenklatsche im Feuergefecht?“

Er macht sich – zu Recht – über die Winzigkeit der Effekte unseres individuellen Verhaltens lustig und spürt dahinter ein tieferes Problem auf: die Reduktion des gesellschaftlichen Seins auf die individuelle Verantwortung. Und das ist Neoliberalismus: alles, alles, ist deine Verantwortung, und nur deine. Was für eine Dummheit!

„Steeped in a culture telling us to think of ourselves as consumers instead of citizens, as self-reliant instead of interdependent, is it any wonder we deal with a systemic issue by turning in droves to ineffectual, individual efforts?“

Das ist für mich der Kernsatz, „interdependent“, ein nicht treffend übersetzbares Wort, der Kernbegriff. Sich als Teil des Netzes sehen anstatt als Teil einer Herde von Einzelkämpfern, oder Einzelschafen.

Aber das spricht natürlich gar nicht gegen individuelle Anstrengungen! Nur dass es da noch mehr gibt.

 

kurze Szene

Emma sagte: „Mann, ich habe so viel gefickt, dass es mir zu den Ohren wieder rauskommt.“

Darauf Franz: „Du spinnst!“

Emma lachte.

Dann stand sie auf und schmierte sich eine Leberwurststulle.

Der Verbrennungsmotor der Zukunft

In nicht allzulanger Zeit werden wir unsere Treibhausgasemissionen auf nahezu Null heruntergefahren haben müssen (siehe z.B. hier). Treibstoff für Verbrennungsmotoren wird dann nur noch regenerativ hergestellt werden können. Es wird also wenig davon geben. Das bedeutet, dass Verbrennungsmotoren extrem effizient werden sein müssen.

Das effizienteste Motorprinzip ist der Gegenkolbenmotor (siehe z.B. hier und hier). Die effizienteste Zylinderzahl ist 1.

Das heißt, dass unter der Bedingung extremer Emissionseinschränkung sich der Einzylinder-Gegenkolbenmotor durchsetzen wird.

Er wird möglicherweise einen kleineren und einen größeren Zylinder haben, und für kleinere und mittlere Geschwindigkeiten den kleineren Zylinder nutzen und bei größeren Geschwindigkeiten oder bergauf den Größeren.