Über die Worte und das Fühlen

Dies ist kein technischer Blogeintrag wie die vorigen.

Er handelt von Sprache und Fühlen/Handeln, einem Thema, das mich schon lange interessiert, und er ist verursacht durch eine Schau, die ich währende der Kundalini – Meditation hatte. Man verzeihe mir die etwas unscharfen, schwelgerischen Worte.

Fühlen/Handeln ist stetig, anschwellend oder abschwellend, richtet sich, strömt, ist wie ein Feld.

Sprache ist unstetig, digital, körnig, ähnelt Fraktalen mehr als Feldern, sprunghaft, quantenhaft 1.

Ich konnte ein Bild sehen, von der menschlichen Welt, wie die Ströme der Emotionen golden den Raum durchmessen, dazwischen die Worte wie schwarze Kaffeekörner, die Botschaften, von jedem vor der Äußerung aus dem Fühlen/Wahrnehmen/Wollen zusammengefaltet, um durch den engen Kanal der seriellen Übertragungsstrecke zu passen, dann wieder vom Hörenden entfaltet zu neuen Fühl/Wahrnehmungs/Willens-Strömen, und das ständig, wenn Menschen zusammen sind, und auch wenn wir allein sind: die Worte in uns entstehen aus unsern Gefühlsströmen, blitzen kurz auf und verändern wieder die Gefühlsströme, und auch geschriebenes, wie dieses hier: kondensierte, geronnene Sprachblitze, im Vorgang des Lesens zu neuem Leben erweckt, die Körner der Worte – geh nur ein wenig weg vom Bildschirm und du siehst sie, die Körner, die uns umschwirren und solche Wirkung auf uns haben.

Und dieses Bild, diese Schau, wie Goethe vielleicht gesagt hätte, löste ein Gefühl des tiefen Verstehens aus, ein Heraustreten aus dem Tanz und gleichzeitig ein mich-ihm-Zuwenden ohne Angst, ein Gefühl des Vergnügens, ein Ende des mich-dem-Unverstandenen-ausgeliefert-Fühlens.


1) Man könnte sogar sagen, dass Quanten die Worte der physikalischen Felder sind, mit denen sie sich Mitteilungen machen. Das Mitteilen verändert den empfangenden Bereich, aber auch den Mitteilenden. Diese Mitteilung ist nicht einfach eine Kopie von etwas, das sich im Innern des Bereichs abspielt, sondern  ein Teil von ihm – hier wird tatsächlich etwas geteilt. Der absendende Bereich wird immer in einem gewissen Sinne „weniger“.

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