Vom Leben der Tiere und Menschen

Tiere laufen durch die Welt und reagieren von Situation zu Situation, angetrieben von Gestimmtheiten, wie Müdigkeit, Aufgekratztheit, Unternehmungslust, Hunger, Gelegenheit. Sie streben Gelegenheiten an oder nutzen sie, wenn sie sich ihnen zufällig bietet. Sie erkennen die auslösenden Faktoren für Gefahrreaktion, Kampf, Liebe, Sex, Rache und so weiter. Sie können, ohne davon erfahren zu haben, grundlegende Entscheidungen treffen, wie eine Gruppe zu verlassen, eine zu gründen oder sich einer anzuschließen, den Kampf um Vorherrschaft zu suchen – oder zu vermeiden. All das, ohne dass es ihnen bewusst ist.

Bei den Menschen ist es (im Prinzip) genauso. Auch wir handeln in Bezug auf das, was unmittelbar vor uns liegt und auf Gestimmtheiten, die aus uns herausfließen. Auch wir suchen Gelegenheiten = Reize zu Verhalten. Dazu kommen kollektive Bindungsaktivitäten wie Singen, Tanzen, Erzählen.

Der Film entstammt einer Traditionslinie, die mit bildreichem, darstellendem Erzählen begann, über den Moritatengesang mit Bildtafeln weiterführte, einer Nebenlinie in der illustrierten Geschichte folgte und vorläufig im bewegten, farbigen, vertonten Bild endete.

Grundlegende Entscheidungen sind Bahnen, auf die wir uns setzen, in deren Verlauf wir viele weniger grundlegende Handlungen ausführen, einfachen Reiz – Reaktions – Situationen begegnen.

All das ist umspielt von Gespräch, von Wertsystemen, die das spontane Verhalten modifizieren, meist in Richtung auf stärkere Berücksichtigung von Gruppeninteressen.

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