Die Deutschen sollen nicht so jammern!

Jetzt heißt es: Uuh, all die Kredite, die wir den Griechen geben müssen, und das Geld sehen wir doch eh nicht komplett wieder, und dann noch Portugal und Italien und wie sie alle heißen – war das wohl wirklich so gut mit dem Euro?

Vielleicht mal das Gehirn einschalten: Mit den getrennten Währungen gab es eine kontinuierliche Aufwertung der D-Mark im Verhältnis zu den restlichen, besonders den südlichen europäischen Währungen, wenn ich mich recht entsinne. Was ist das wohl, wenn ein Land in ein anderes Waren exportiert, dessen Währung dann aber im Verhältnis billiger wird? Nun? Ein Geschenk einer Volkswirtschaft an eine andere. Der Mechanismus Exportüberschuss – Aufwertung war eine gewaltige Schenkungsmaschine, die nur nicht so hieß und deshalb nicht als solche erkannt und benannt wurde.

Und jetzt geht das nicht mehr, wegen der gemeinsamen Währung. Also muss man jetzt auf anderen Wegen das Geld rüberschaffen. Der beste wäre durch Investitionen in dem entsprechenden Land. Das würde dort das Produktivitätsniveau anheben und alle wären glücklich. Der zweitbeste sind Kredithilfen. Oder eben wenn es gar nicht anders geht Schenkungen. Punkt. Alles nicht so schlimm, ham wir doch jahrzehntelang de facto gemacht, hat nur keiner gemerkt, von wegen Gehirn einschalten und so.

Jetzt bin ich doch wieder in den arroganten besserwisserischen Ton gefallen, den ich bei anderen so hasse! Aber das bietet sich bei dem Thema auch an, oder?

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