Eine Definition von Freiheit unter dem Aspekt des Informationsflusses

Freiheit ist das Unbekannte, das in die Welt eingeführt wird durch die Unfähigkeit eines Systems, das zukünftige Verhalten eines Systems von gleicher oder größerer Komplexität vorherzusagen, insbesondere seiner selbst.

Die Vorhersage des eigenen zukünftigen Verhaltens eines Systems heißt “Entscheidung” und der Grad der Wahrscheinlichkeit des Eintreffens der Vorhersage heißt “Entschiedenheit”.

Das scheint ein Widerspruch zu sein, denn anscheinend kann ich als komplexes System mein zukünftiges Verhalten ja doch gut vorhersagen – eben durch eine Entscheidung.

Dies beruht auf einer starken Komplexitätsverminderung in der Wahrnehmung. Diese Verminderung erfolgt entweder im Entscheidungsprozess durch klare Wertzuweisungen (“Marzipankartoffel = sehr gut”) oder danach durch entscheidungsstabilisierende Mechanismen, die letztlich auch Wertzuweisungen sind, wenn auch auf einer Meta-Ebene: “Klarheit, Deutlichkeit, Gewissheit, Dabeibleiben = sehr gut”. 

Damit ist eine Entscheidung die Vorhersage des zukünftigen Verhaltens eines im Verhältnis zu mir einfachen Systems (, wenn auch die Einfachheit künstlich erzeugt wird).

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