Ein sehr komprimierter Versuch über Unterscheidung

Ich wunderte mich über jegliche Unterscheidung.

Denn das Unterschiedene und das, wovon es unterschieden worden ist, sind jedes Mal anders und schweben, kognitiv gesehen, in der Luft.

Mit Wittenstein unterscheiden wir keine Dinge, sondern Sachverhalte.

Und diese sind dazu noch immer Bestandteil einer Intention. Also keine Unterscheidung ohne – wie auch immer subtile – Intention.

Informationstheoretisch haben wir hier eine Informationskompression des menschlichen Gesamtinputs durch Anwendung eines Kompressionsalgorithmus.

Wenn wir davon ausgehen, dass jede Unterscheidung einen Raum endlich vieler Dimensionen aufspannt, haben wir sogar eine Projektion (nicht im Freudschen Sinne verstanden natürlich, sondern in einem mathematischen) auf diese.

Der Unterscheidungsprozess ist also die Auswahl der Dimensionen für eine Situation und dann quasi gleichzeitig die Zuordnung von Werten für diese. „Das sieht verdammt nach Selbstorganisation aus.“

Der wichtigere Teil davon geschieht vorbewusst und intuitiv.

Aber es gibt auch einen reflexiven Teil, der die Unterscheidung auf innere Konsistenz und Relevanz prüft.

All dieses wissend, gehen wir zur Tagesordnung über, hoffentlich ein wenig mehr im Flux des Lebens schwimmend, nachsichtig und engagiert.

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