Five Broken Cameras

Sah „Five Broken Cameras“ des palästinensischen Bauern Ermad Burnat, der zwischen 2005 und 2010 die Konflikte in seinem Dorf im Zusammenhang mit der Landnahme durch die israelischen Siedler gefilmt hat.

Ich war ziemlich bestürzt über die Willkürherrschaft, die man hier aus der Perspektive derer von unten zu sehen bekommt.

Durch eine eigentümliche Art von Hebelwirkung haben die Siedler Israel in der Hand und Israel die USA.

Sie kommen mit fast allem durch: Körperverletzung, Sachbeschädigung, Landnahme und – ich muss es sagen – Mord. Einer der Freunde des Bauern, eine positive, optimistische Persönlichkeit, wird während der häufigen Demonstrationen ohne ersichtlichen Grund erschossen. Eine furchtbare Szene.

Israel beschwert sich, dass der Westen mit zweierlei Maß messen würde und israelischen Regelverletzungen wesentlich mehr Aufmerksamkeit schenke als arabischen. Das mag stimmen. Einen Anteil daran mag haben, dass auf einen israelischen zehn bis zwanzig arabische gewaltsame Todesfälle kommen – ein Verhältnis, das für Besatzungskriege typisch ist.

Aber diese besondere Aufmerksamkeit ist keine Benachteiligung, sondern eine Auszeichnung: es zeigt, dass wir Israel als zu uns, zum Westen, zugehörig ansehen, und entsprechend höhere Maßstäbe anlegen!

 

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