Leben in einer egalitären, klimaneutralen Gesellschaft

Cuba_satellite (1)
Cuba aus dem All (Quelle)

Dass die Treibhausgas-(THG-)Emissionen durch das Aufholen der ärmeren Länder in Bezug auf Konsum ansteigen, ist eine Binsenweisheit. (Über das Wachsen der Weltbevölkerung wollen wir hier nicht reden.)

Würde aber eine Gleichverteilung des Einkommens in der Welt ohne Anhebung der Summe einen Anstieg der Treibhausgasemissionen bewirken? Die hier verlinkte Studie sagt: Nein, da die Emissionen pro Kopf nahezu proportional zum Einkommen seien, würden wir in einer gleichreichen, vollkommen egalitären Welt gerade ebensoviel pro Kopf emittieren.

Wenn das Einkommen der reichsten 1 % gleichmäßig auf den Rest verteilt würde, hätte jeder 100 € mehr im Monat. Interessant. Für einen gutverdienenden Mitteleuropäer nicht so viel, aber für die meisten Anderen ein echter Sprung…

Ist eine Gesellschaft mit hoher Lebenserwartung, hohem Bildungsgrad und geringer Einkommensspreizung, bei gleichzeitig niedriger THG-Emission und Rohstoffverbrauch, möglich? Hier gibt die Studie eine interessante Antwort: Eine solche Gesellschaft gibt es bereits, nämlich die von Kuba. Die Lebenserwartung und Anzahl von Schuljahren sind auf dem Niveau der reichen Gesellschaften. Allerdings um den Preis einer stark beschnittenen Meinungs- Bewegungs- und Gewerbefreiheit und materieller Armut.

Noch ist der Anteil regenerativer Exergiegewinnung in Kuba trotz großen Potentials gering, aber er ist im Wachsen begriffen. Wenn er einmal hoch ist, kann dort auch der materielle Reichtum wachsen, ohne dass die Emissionen explodieren.

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