Zwei Ansätze für Frieden: Zivilität und Vergebung

Große Worte von einem kleinen Blogger in einem Berlin-Kreuzberger Hinterhof.

Aber warum nicht?

Zivilität

Damit meine ich, Akte der Gewalt nicht als von einer Gruppe, sondern vom Individuum ausgehend zu begreifen, und darauf nicht per Kampf gegen die Gruppe, sondern als Gesamtgesellschaft gegen gewalttätige Individuen zu reagieren.

Eines der bekanntesten Beispiele dafür sind die Nürnberger Prozesse. Auch der Internationale Gerichtshof im Haag gehört dorthin.

Weitergehend stelle ich mir vor, dass etwa Israel auf die arabisch-palästinensischen Raketenangriffe nicht mit eigenen Kriegsmaßnahmen reagiert, die die Kampfstellung zweier Kollektive (wie Alfred Adler das vielleicht nennen würde) nur bestärkt, sondern mit strafrechtlichen Klagen vor einem arabisch-palästinensischen Gericht. Absurd? So weit sollte es kommen.

Vergebung

scheint eine christliche Kategorie zu sein, ist es aber  nicht: jede Kultur kennt sie. Ich verzichte auf die Rache, ich verzichte auf einen Teil meiner Macht, ich verzichte darauf, alles, was ich als mein Recht ansehe, durchzusetzen, um eine Zukunft zu erreichen, die nicht durch bitteren Kampf geprägt ist.

Beispiele sind etwa das Verhalten der Siegermächte gegenüber Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg und jüngst der Friedensvertrag der kolumbianischen Regierung mit den FARC.

Diese Elemente können vielleicht mehr und mehr in das öffentliche und private Gespräch über alles einfließen.

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