Über Erzählungen

Grau in Wolken und Seele. Wieder die eigentümlich Morgenklarheit im Halbschlaf: „Der Erfolg winkt, wenn du ins Handeln gehst wider Bequemlichkeit, Unvertrautheit, Furcht, Abwertung, Misserfolgsmöglichkeit.“

Die Geschichte des Scheiterns kann eine ergreifende, tragische, hochromantische Geschichte sein, und eine Gegenerzählung, die eigentlich eine Für-Erzählung ist, kann dünn, zerfasert und unwahrscheinlich sein.

Nicht vergessen, dass ausnahmslos jede Erzählung willkürlich ist, dass es aber Elemente gibt, die nicht willkürlich sind. Erzählungen über einsame Weihnachtsabende zum Beispiel. Dass des Weiteren Erzählungen, die nur im eigenen Geist stattfinden, nicht nur besonders leicht ausgetauscht werden können, sondern auch leicht sind, flüchtig. Eine Erzählung ist quasi eine Themenwahl, und man kann andere Themen wählen. Aber sie kann auch tiefe, starke, schöne Gefühle hervorlocken, wenn sie im Gespräch und Handeln lebt.

Die tragische Erzählung ist eine Wahl, aber eine, die nicht in den luftleeren Raum hinein erfunden wurde: es gibt schon reale Formen, die relativ zu Anderen angenehm oder unangenehm sind. Die Erzählung bietet eine Art Fokussierungs- und Verstärkungsfaktor. Den weise einsetzen. Das muss man erstmal können! Immerhin ist das reale relativ-Schöne die Basis für eine schöne Erzählung.

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