Es tut überhaupt nicht weh – Emissionskompensation

reiserouteFliegen ist BÖSE. Das sollte sich mittlerweile herumgesprochen haben.
Deswegen bin ich auch mit der Bahn in den Urlaub gefahren, 1700 km nach Neapel. Macht 85 kg CO2 (etwa…).
Dann noch etwas mit dem Schiff und Bus, ca. 20 kg.
Auf der Rückreise bin ich dann schwach geworden und geflogen. Macht noch einmal 145 kg, was wegen der Emission in großer Höhe um den Faktor 3 verstärkt wirkt, also 390 kg CO2-äquivalent.
Summa Summarum ca. 500 kg.
So und weil ich ja so ein guter Mensch sein will, bin ich zu Atmosfair gegangen und habe Projekte mit einem Einsparungswert von 1 Tonne finanziert, macht 50 €. Zweifel an der behaupteten Einsparungsmenge sind nämlich angebracht, daher ein Sicherheitsfaktor von 2. Bei Reisekosten von um die 1000 € ein Spottpreis, ein Witz.

Es ist ganz einfach und tut überhaupt nicht weh.

2 Gedanken zu “Es tut überhaupt nicht weh – Emissionskompensation

  1. Hätte der Verzicht auf eine kilometerlange Urlaubsfahrt die halbe Tonne CO2 nicht sinnvoller reduziert als ein „Ablaßbrief”, der letztlich lediglich das Gewissen vom bereits entstandenen Schaden ablenken soll?

    1. Dieses Argument hat sicherlich etwas für sich. Ich gebe allerdings zu bedenken, dass Kompensationen keine Ablassbriefe sind, weil sie im Gegensatz zu diesen eine reale positive Wirkung haben. Sie sind eben nicht nur Gewissensmanagement, sondern sozusagen ein praktikabler Kompromiss. Dass sie nicht im großen Maßstab für alle angewandt werden können, weil es gar nicht genug sinnvolle Projekte dafür gäbe, tut dem keinen Abbruch.

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