Mein liebstes Fickbild

wurde Anfang des 16. Jahrhunderts vom flämischen Meister Barend (oder auch Bernard) van Orley unter dem Titel „Neptun und Nymphe“ gemalt. Eine solche Darstellung war für die damalige Zeit absolut haarsträubend, und nach dieser Quelle entging der Maler nur durch höhere Protektion der Todesstrafe.

Die Szene spielt sich zwischen Bäumen am Ufer eines von bewaldeten Hügeln umgebenen Sees ab. Man sieht keine Geschlechtsteile, weder Primäre noch Sekundäre. Das Paar ist in innigem Blickkontakt, still und fast versunken. Die Frau hat zeittypisch einen helleren Teint erhalten, um ihre Zartheit zu betonen, ihre Wangen sind von der Erregung gerötet. Sie umfasst des Geliebten Körper zärtlich und lässt sich dabei seine Hinterbacken nicht entgehen. Er ist bärtig, kultiviert, gutaussehend und ungemein muskulös, aber er dominiert sie in keiner Weise: beide sind in aufrechter Position und er blickt sogar ein wenig zu ihr auf, mit einem Ausdruck tiefer Zuwendung. Auch er lässt sich die Hinterbacken seiner Geliebten nicht entgehen, aber das sehen wir nicht.

Obwohl er sie sehr dynamisch und kraftvoll hält, mit der Diagonale seiner Schultern und Oberarme, ihren Hals in seiner linken Armbeuge, gibt es keine Hektik, kein Rammeln, sondern eine tiefe Ruhe, ein hingebungsvolles Verweilen miteinander und ineinander, eine stille, intensive, liebevolle Ekstase.

Eine größere Version des Bildes findet sich hier.

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