SARS-CoV-2: Auch durch Sprechen übertragen

Das Ding heißt so wegen der „Krone“ aus Kontaktnippeln, den „Spikes“, die in der Elektronenmikroskopie sichtbar sind. An denen sitzen Proteine, die an bestimmte Zellen im Atemtrakt und anderswo andocken können, was dann den Transport der Virus-RNA in die Wirtszelle einleitet.

Das neue SARS-Virus kann auch Zellen der Schleimhäute infizieren, was das Alte nicht konnte. Deshalb ist es wesentlich infektiöser.

Die infektiösen Tröpfchen werden nicht nur beim Husten und Niesen, sondern in geringerem Umfang auch beim normalen Sprechen auf den Weg geschickt.  Je kleiner sie sind, desto länger halten sie sich in der Luft und desto weiter können sie durch diese übertragen werden, desto geringer ist allerdings auch die Anzahl der enthaltenen Viren. Siehe etwa Wikipedia – Tröpfcheninfektion.

Für jede Krankheit gibt eine minimale Erreger-Dosis, unter der die Wahrscheinlichkeit einer Infektion stark abnimmt. Deswegen nimmt das Übertragungsrisiko mit dem Abstand ab und mit der Zeitdauer zu. 

Das Virus bleibt wahrscheinlich auf Flächen, auf denen es sich abgelagert hat, mehrere Tage infektiös. Deswegen kann es von dort über die Hände auf Schleimhäute der Atemwege oder der Augen übertragen werden, wenn man sich ins Gesicht fasst. Seine Hülle besteht aus Lipiden (Fetten) und ist deshalb empfindlich gegen Seife und Alkohole.

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