COVID-19: Überlegungen zur Infektionswahrscheinlichkeit

Beispiel, wie es aussehen könnte – rein hypothetische, von mir gefühlsmäßig (!!) gewählte Werte

Wie im vorigen Post erwähnt, gibt es eine Mindest-Erregerdosis für eine Infektion. Genauer gesagt, gibt es einen sogenannten ID50 – Wert, bei dem 50 % der mit Erreger belasteten Organismen (Menschen, Versuchstiere, Zellkulturen…) infiziert werden. Dieser Wert ist für dieses Virus nicht bekannt.

Wenn zwei Menschen zusammen sind, von denen einer Erreger aussendet, wird irgendwann für den „Empfänger“ der ID50 – Wert überschritten werden, wenn sie nur lange genug zusammen sind. Die Zeit bis dahin ist eine wesentliche Information. Sie ist von den Umständen abhängig: Wie groß die Entfernung ist, ob beide in einem geschlossenen Raum sind und wie groß der Raum ist, ob sie sprechen oder ruhig sind, wieviel der „Sender“ hustet oder niest oder spricht.

Ich weiß nicht, ob es solche Informationen bereits gibt. Ich habe dazu jedenfalls nichts im Netz gefunden. Was es gibt, sind Abschätzungen für die Basisreproduktionszahl, d.h. die Anzahl der Menschen, die bei Abwesenheit besonderer Schutzmaßnahmen im Mittel von einem infizierten Menschen angesteckt werden, bevor er gesundet oder stirbt. Diese liegt bisher in der Gegend von 3 ± 1 (Quelle).

In der Luft ist die Halbwertszeit der Viruskonzentration in der Gegend von 3 Stunden (Quelle). D.h. durch Lüften im Stundenrhythmus oder öfter könnte eine eventuelle Viruslast in einem Büro oder Fahrzeug (Bus, …) erheblich abgesenkt werden.

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