Der Geist als Würfel

Wir würfelten, meine Mitbewohnerin, ihr kleiner gewitzter Enkel und ich. (Er torpedierte dann das Spiel, seine Art zu sagen „Ich habe dazu keine Lust.“ Will lieber Rollenspiele spielen, wo Männchen auf „Hovercrafts“ herumfliegen.)

Ich sah den Würfel an: er blieb auf einer Vier liegen, dann einer Sechs, dann einer Eins, aber immer kam eine eindeutige Zahl heraus. Ist nicht unser Geist wie dieser Würfel, dachte ich: kleinste Änderungen bewirken, dass er einen anderen Gedanken hervorbringt, aber immer ist es ein eindeutiger Gedanke.

Wie der Würfel, so rollt auch der Geist in die grobe Richtung, in die ihn grobe Kräfte werfen, wie etwa der Arbeitszwang; die genaue Zahl jedoch, den genauen Gedanken, die genaue Bewegung – sie sind nicht vorhersehbar.

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