Polen und sein kompliziertes Verhältnis zur Kohle

Foto: EU

Polen ist noch keine Selbstverpflichtung eingegangen, bis 2050 klimaneutral zu wirtschaften. Dies hat zur Folge, dass es nur auf 50 % der Geldmittel zugreifen kann, die im gerade beschlossenen Budget- und Erholungspaket für es vorgesehen sind. Immerhin bekommt es überhaupt nennenswerte Unterstützung, was es als diplomatischen Erfolg ansieht. Sein diplomatisches Kapital verbrauche sich jedoch – so ein polnischer Analyst.

Der Druck steigt bald weiter an, wenn die EU beschließt, bereits 2030 das Emissionsniveau auf unter 50 % von 1990 zu senken.

Sein Kohlebergbau leidet schon länger unter Nachfragemangel, billigeren Wettbewerbern und Verlusten, was als „sehr ernste Krise“ bezeichnet wird. Um sie zu stützen will die Regierung eine „strategische Kohlereserve“ im Wert von 28 Mio. € anlegen. Die Regierung brauche Zeit, um das Reduktionsziel den mächtigen Bergarbeitergewerkschaften zu verkaufen. Diesen will sie einen Restrukturierungsplan vorlegen, der einen längerfristigen profitablen Betrieb von Bergwerken garantieren soll. Durch die Blume sagt sie damit, dass einige Bergwerke werden schließen müssen. 

Die größten staateigenen Stromversorger sollen verschmolzen werden – und so der Regierung erlauben, deren Kohlekraftwerke schrittweise zu schließen. 


Dieser Text erschien hier auf piqd.de.

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