„Climate Leadership“

Remarks And Observations

Every now and then somebody writes about „climate leadership“ and how this or that country will loose it or take it over. IMHO this is bullshit.

If the term is not linked to the emissions themselves, but to some nice-sounding, but half-hearted, PR boosted measures, that let decrease the very emissions, that the very same country has insanely increased in the past, then it becomes just a joke.

The real climate leaders – if the term has any meaning at all – are the countries with the lowest per capita emissions, i.e. the developing and some of the intermediate countries, especially those, who do everything to not go the high-emissions-then-lower-a-bit path we went. Those are the leaders to follow, and when we look at the emissions spread (yearly, per capita) (source):

  • 20 t in US, Canada, Australia,
  • 7-11 t in Europe and China (with the developed part of China…

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Ein banaler Ubahnhof

2018-01-26 003 abends görlitzer bhf 1980breit

Ich liebe den Blick durch Öffnungen oder Scheiben  in Gehäuse, wie hier die Treppenhäuser, in denen Menschen hinauf- oder heruntersteigen. Erst im Nachhinein sah ich die Resonanz der schrägen Linien des außer Dienst gestellten Radweges und des Schattens der Gleisbrücke an der Wand. Das Bild hat große Tiefe nach rechts hin. Die planenartige Struktur am Fuß der Wand ist tatsächlich ein Bett, in dem nachts jemand schläft!

Is CO2 Still Accelerating? — Open Mind

Von einem meiner Lieblings-Umweltblogs.

Keinen Schreck kriegen. Niemand hat gesagt, dass es einfach sei.
Einfach noch etwas konsequenter werden.
Politikern unbequeme Fragen stellen.
Manchmal auch Spaßbremse sein, wenn etwa Freunde nach Thailand fliegen.
Eigene Emissionen für 50 € im Jahr bei Atmosfair kompensieren, so lange es noch so billig ist. (Es wird später teuerer werden, wenn alle billigen Kompensationsmöglichkeiten aufgebraucht sind.)

 

Not only is the amount of CO2 in the atmosphere on the rise, the rise itself has been getting faster — so CO2 concentration has been accelerating. A reader recently asked whether or not there’s any sign of its increase flattening out, or even stopping its acceleration. Here’s the CO2 data from Mauna Loa:

über Is CO2 Still Accelerating? — Open Mind

Inspirierende Australierin

…kam durch Zufall auf Germaine Greer, Der weibliche Eunuch. Sie kritisiert das #metoo – Business als weinerlich: früher hätten die Frauen die ihnen nachstellenden Männer vorgeführt, abgeklatscht. Man muss es sagen: einen Mann zur Räson zu bringen ist eine weibliche Kulturtechnik, die immer benötigt werden wird.

Die Kleinfamilie und der Konsumismus habe die weibliche Sexualität ertötet, die ganze Lebendigkeit, die Würde (und den Männern erging es nicht so viel besser). Ha! Das hat mich lebendig gemacht! Es mag eine extreme Ansicht sein, die die Schüchternheit und Sanftheit der Frauen als blos gemacht, als anerzogene Behinderung ansieht, aber sie gefällt mir. Ergreift das Leben mit vollen Händen ohne euch um Süß-Sein zu scheren. Und gebt uns die Freiheit, die Ritterrüstung der Rolle in der Ecke stehen zu lassen – ohne dabei zu bloßen Softies zu werden.

Dann kann die Welt und das Leben poetisch werden, überraschend, ergreifend, inspiriert, und nicht nur als zigste Kopie abgefilmt.

Eine schöne Szene …

… vor dem LPG-Laden: ein alter Bettler mit Pappbecher sah mich bittend an und ich ließ mich fangen, kramte ein 50 Cent – Stück raus und warf es in den Becher und sagte: „Du stehst hier… (ich meinte: du müsstest nicht hier stehen) … Wie lange schon?“ „Anderthalb Stunden, und noch anderthalb Stunden.“ Er lächelte so warm, wir hatten eine Verbindung, fast zärtlich. Ich ging weiter, hier einmal der Starke, Unabhängige, Aktive, Reiche.

Über Erzählungen

Grau in Wolken und Seele. Wieder die eigentümlich Morgenklarheit im Halbschlaf: „Der Erfolg winkt, wenn du ins Handeln gehst wider Bequemlichkeit, Unvertrautheit, Furcht, Abwertung, Misserfolgsmöglichkeit.“

Die Geschichte des Scheiterns kann eine ergreifende, tragische, hochromantische Geschichte sein, und eine Gegenerzählung, die eigentlich eine Für-Erzählung ist, kann dünn, zerfasert und unwahrscheinlich sein.

Nicht vergessen, dass ausnahmslos jede Erzählung willkürlich ist, dass es aber Elemente gibt, die nicht willkürlich sind. Erzählungen über einsame Weihnachtsabende zum Beispiel. Dass des Weiteren Erzählungen, die nur im eigenen Geist stattfinden, nicht nur besonders leicht ausgetauscht werden können, sondern auch leicht sind, flüchtig. Eine Erzählung ist quasi eine Themenwahl, und man kann andere Themen wählen. Aber sie kann auch tiefe, starke, schöne Gefühle hervorlocken, wenn sie im Gespräch und Handeln lebt.

Die tragische Erzählung ist eine Wahl, aber eine, die nicht in den luftleeren Raum hinein erfunden wurde: es gibt schon reale Formen, die relativ zu Anderen angenehm oder unangenehm sind. Die Erzählung bietet eine Art Fokussierungs- und Verstärkungsfaktor. Den weise einsetzen. Das muss man erstmal können! Immerhin ist das reale relativ-Schöne die Basis für eine schöne Erzählung.

Da ist niemand mehr!

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Die künstliche Intelligenz ist schon seit 40 Jahren im Gespräch. Neuronale Netze gibt es auch schon lange. Aber sie stehen nun an ihrem Durchbruch: sie beginnen, sich selbst ein Bild der Welt zu machen, oder immerhin des Teils der Welt, auf den sie angewandt werden.

Die Maschinen spielen besser Schach und Go als wir, komponieren Musik, steuern Autos und Werkzeugmaschinen, pflegen Menschen , bringen uns Fremdsprachen bei ,&c. p. p.

In Kürze werden sie den Turing-Test bestehen können. Wir bekommen eine Oberfläche vorgesetzt, die uns reagieren lässt wie auf etwas anderes Reales.

Das begann schon mit dem ersten zeitversetzten Aufnehmen menschlicher Sprache, d.h. mit der Schrift, und der konservierten, vom Objekt gelösten Form, dem Bild. Seitdem kennen wir die eigentümliche Spannung zwischen unserer Reaktion auf das Dargebotene, die der auf das Reale ähnlich ist, und dem Wissen, dass es sich nur um einen Informationsträger, quasi ein Kunstobjekt, handelt. Diese Spannung macht gerade einen Teil des Kunstgenusses aus.

Dann kam die europäische Musik, in der die Noten bereits eine Konserve der Gedanken des Komponisten darstellen. Aber die Aufführung ist noch real, ein soziales Ereignis in Echtzeit und Echtraum.

Dann kamen Tonkonserven und Filme. Die Oberfläche eines Ereignisses kann nun beliebig kopiert und wiederholt werden. Oft wissen wir nicht einmal, ob wir es mit Echtzeit oder Konserve zu tun haben. Wir wissen nicht mehr, ob hinter der Wand jemand ist oder nicht! Die Radiomoderatorin sagt: „Sie hörten ein aufgezeichnetes Gespräch.“ Die Ansagen auf den Bahnhöfen kommen von der Maschine. Ebenso die die des Sprachcomputers am Support-Telefon.

Und nun treibt die gefakte Interaktion die Relativierung des Gegenübers auf die Spitze. Wir werden einsamer, aber wir merken es nicht, weil all die künstlichen Oberflächen unser System reagieren lassen wie auf reale Gegenüber.

Aber was zeichnet denn dann das reale Gegenüber aus, wenn die Oberflächen es immer besser und besser simulieren?

Dass wir eine emotionale Bindung mit ihnen aufbauen können? Das können wir auch zu Dingen, wie jeder weiß, der einmal beim Verschrotten seines Autos traurig geworden ist. Immerhin ist ein Auto etwas Reales. Ist es das Nichtflüchtige? Ein Programm ist sofort weg, wenn ich den Strom ausschalte. Aber auch ein Mensch ist weg, wenn keine Ströme mehr in ihm fließen, obwohl sein Körper noch derselbe ist. Auch ein Mensch ist flüchtig. Das erschreckt. Immerhin, verglichen mit Software ist er beständig.

Der logische Endpunkt dieser Entwicklung ist der Android, der künstliche Mensch, den wir lieben und hassen können und der selbst sich freuen und leiden kann. Wir nähern uns ihm asymptotisch nicht nur über neuronale Netze, sondern auch über die Prothetik, die Kunst, Körperbestandteile des Menschen durch Künstliche zu ersetzen.  Wenn wir alles ersetzt haben – gibt es einen Kern, der nicht ersetzbar ist?

Die Grenze zwischen „Gegenüber“ und „kein Gegenüber“, zwischen Realität und Simulation, verschwimmt, wenn man analytisch hinschaut. Wir müssen irgendwie mit diesem Verschwimmen zu leben lernen. Und dabei nicht vergessen, dass wir reale Menschen brauchen.

 


Bild: By en:User:CburnettOwn workThis vector image was created with Inkscape., CC BY-SA 3.0, Link