worry be happy

Die Freunde wünschen einem, eine schöne Zeit zu verleben.

Wie wir alle wissen, gelingt das nicht immer perfekt.

Was Andere einem wünschen mag schön sein und aus Liebe kommen, aber in letzter Konsequenz gehört es zu ihnen.

Sei so schlecht drauf wie du willst!

Eine von den heilsamen Paradoxien.

 

Sei so (schlecht | gut | mittel | alles zusammen | nichts davon) drauf wie du willst!

 

Bescheidenheit in Bezug auf unsere Erfolge

Dass wir in der Vergangenheit die Kraft für unsere Erfolge fanden, hatte – genau betrachtet – zufällige Ursachen, und wenn wir in der Zukunft diese Kraft finden werden, wird auch das zufällig sein. Der einzige Ort, an dem unsere Anstrengung nicht zufällig ist, ist das Jetzt.

Das bedeutet, dass es angemessen ist, mehr Bescheidenheit in Bezug auf unsere Errungenschaften der Vergangenheit zu hegen sowie auch weniger Bedauern über unser Scheitern, mehr Zurückhaltung in Bezug auf unsere Erfolge der Zukunft sowie auch weniger Furcht vor unseren möglichen Misserfolgen. Uns einzusetzen, Stolz, Bedauern, Hoffnung und Furcht sind Dinge, die dem Jetzt gehören, die dem Jetzt Kraft geben und Sinn.

(Eine Eigentümlichkeit von Freiheit und der Verantwortung ist, dass sie nur im Jetzt sinnvolle Begriffe sind.)

 

Über Veränderung

Man probiere die Sichtweise aus, dass niemand den Lauf der Welt ändern kann.

Natürlich nehmen wir Veränderung wahr.

Sie ist jedoch nur der Übergang von Unsichtbaren zum Sichtbaren, vom Unbekannten zum Bekannten, vom Äußeren zum Inneren.

Dies trifft auch auf Veränderungen zu, die aus uns kommen, d.h. die wir als von uns verursacht wahrnehmen.

(Für das Bewusstsein ist das Unbewusste außen.)

Das ist keineswegs pessimistisch oder fatalistisch; Veränderung kann sich sehr freudig anfühlen und sehr aktiv.

 

Tu dir nicht leid, tu dir freud!

Noch ein Aphorismus also.

Erinnert ihr euch noch an diesen unsäglichen Song „Don’t worry, be happy!“? Für mich war er jedenfalls kaum erträglich…. vor allem wegen der Zeile „you tear everybody down.“ oder so ähnlich. Andere mögen das anders empfunden haben.

Praktische Handlungsanweisungen müssen kurz und einprägsam sein, um in stressigen Situationen, wenn der Geist eh schon am  Limit ist und der präfrontale Cortex kurz vor der Notabschaltung steht, noch durchzudringen.