Petition zum Klimaschutzgesetz – bitte mitzeichnen

Diesmal nicht von mir, sondern von Sabine Ponath. Deswegen nicht weniger wichtig. Bitte teilen und mitzeichnen…..

Petition 92294
Klimaschutz – Verabschiedung eines verbindlichen, sektorübergreifenden Klimaschutzgesetzes vom 17.03.2019
Text der Petition
Der Deutsche Bundestag möge beschließen, innerhalb der nächsten sechs Monate ein verbindliches, sektorübergreifendes Klimaschutzgesetz zu verabschieden, das zum Ziel hat, die Netto-Emissionen von CO2 und anderen Treibhausgasen schnell abzusenken und bis 2040 möglichst auf null zu reduzieren. Die Klimaziele müssen verbindlich, unaufschiebbar und überprüfbar sein. Das Klimaschutzgesetz muss so schnell wie möglich mit dem Ziel die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, in Kraft treten.

Begründung
Fridays for Future – eine Bewegung hat auch Deutschland erfasst. Tausende Schülerinnen und nun auch Erwachsene gehen für echten, effektiven Klimaschutz auf die Straße. Am 12. März 2019 veröffentlichten auch über 23.000 anerkannte Wissenschaftlerinnen als “Scientists4Future” eine Erklärung, die schnelle Taten einfordert und die Klimastreiks der Schüler*innen fundiert unterstützt.

Auf der Pariser Klimaschutzkonferenz (COP21) im Dezember 2015 haben 195 Länder erstmals ein allgemeines, rechtsverbindliches, weltweites Klimaschutzabkommen verabschiedet, darunter auch Deutschland. Jedoch hat Deutschland bis heute kein Klimaschutzgesetz, mit dem das Pariser Klimaschutzabkommen einzuhalten wäre.

Schon jetzt ist klar: die Klimaschutzziele bis 2020 wird Deutschland klar verfehlen.

Das Abkommen sieht vor, die Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius zu begrenzen, um einem gefährlichen Klimawandel und einer damit verbundenen Heißzeit entgegenzuwirken. Eine Begrenzung auf 2 Grad Celsius wird nicht ausreichen, um sehr negative Klimafolgen abzuwenden, die gängige Wissenschaft (vgl. Weltklimarat (IPCC)) befasst sich nunmehr mit Szenarien, in denen eine Reduktion auf 1,5 Grad Celsius erreicht werden soll.

Der Klimawandel ist Fakt, er betrifft uns alle, weltweit und ist eine reale Bedrohung für die Menschheit. Verteilungskriege, extreme Unwetter, Hunger, die Zerstörung der Heimat vieler Menschen sind nur der Anfang. All das hat schon jetzt begonnen. Die Scientists4Future warnen: “Bei zunehmender Erwärmung der Erde werden gefährliche klimatische Kipp-Punkte des Erdsystems, d. h. sich selbst verstärkende Prozesse, immer wahr­scheinlicher. Dies würde dazu führen, dass eine Rückkehr zu heutigen globalen Temperaturen für kommende Generationen nicht mehr realistisch ist.”

Die Jahre 2015 bis 2018 waren nach Analysen der Weltorganisation für Meteorologie die vier wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen. Um zu verhindern, dass die Erde sich bis Ende des Jahrhunderts um drei Grad Celsius oder mehr erhitzt, muss der Ausstoß von Treibhausgasen konsequent und so schnell wie möglich reduziert werden. Dazu gehört, die Verbrennung von Kohle bis 2030 fast vollständig zu beenden, die Verbrennung von Erdöl und Erdgas gleichzeitig zu reduzieren, bis alle fossilen Energieträger durch klimaneutrale Energiequellen ersetzt worden sind.

Für die Petentin zeigt sich anhand der Differenzen zwischen den Ministerien schon jetzt, wie wichtig eine klare und verbindliche Gesamtstrategie ist. Sinn- und wirkungsvolle Einzelmaßnahmen sind sicher hilfreich, aber sie haben sich bislang bei weitem nicht als ausreichend erweisen. Deutschland benötigt so schnell wie möglich ein verbindliches Gesetz, um bei der Klimaerwärmung eine wirksame Notbremse zu ziehen. Wir haben lange genug geredet: Deutschland braucht ein Klimaschutzgesetz. Jetzt.

Klimawandel nervt – ihn zu bekämpfen auch

Freunde sitzen zusammen. Man beschließt, im nächsten Jahr nach Australien zu fliegen, um einen von uns zum 60. Geburtstag zu besuchen. Zwei mal 16000 Kilometer. Kann man als bewusster Mensch nicht machen, sowas. Töchter fliegen nach Ghana oder Mexiko zum Sozialpraktikum, ohne auch nur eine Sekunde zu zweifeln.

Der Vermieter will die Wohnung begehen. Technischer Zustand und auch „Energiesparpotentiale“. Wenn das mal nicht auf eine energetische Sanierung hinausläuft. Der Klimaschützer in mir kann das nur begrüßen. Der Gegenwartsmensch in mir jedoch fürchtet, durch die umgelegten Kosten die Wohnung nicht mehr halten zu können. Das täte richtig weh.

Nur zwei Aspekte, wo Klimaschutz unangenehm bis richtig unangenehm ist – und zwar besonders, wenn man es als Einzelner tut.

Ich will das nicht kritisieren, ich will es nur würdigen. So kann es sich anfühlen. Es ist kein Wunder, dass die Leute es verdrängen – bestenfalls aus ihrer Zuständigkeit in die politische Sphäre, schlimmstenfalls total.

Unter Andrem auch deswegen brauchen wir die politische Ebene. Die Hürde für den Einzelnen ist verdammt hoch, zumindest solange die Mainstream-Menschen noch so ignorant sind.

It’s the things, stupid!

co2footprintHabe kürzlich meinen CO2-Fußabdruck abgeschätzt, hier. Liege ziemlich bei der Hälfte des deutschen Durchschnitts. Kein Auto. Kein Durchlauferhitzer. Wenig Fernreisen.

Eine Sache frappierte mich: dass im deutschen Durchschnitt nicht die Heizung und Warmwasser, nicht die Mobilität am meisten Emissionen verursachen, sondern der „sonstige Konsum“, d.h. das Kaufen von Dingen und Dienstleistungen in der Freizeit.

Mein eigener größter Posten ist die Ernährung. Hier würde vegan zu essen nochmal eine halbe Tonne herausholen. Dann kommt die Wärme. Da merkt man dann den nichtisolierten Altbau.

Facit: Repariert! Kauft gebraucht! Kauft wenig, dafür hochwertig!

Demythifizierungen

Es gibt in Bezug auf den Klimawandel schon lange skepticalscience.com, wo gängige falsche Konzepte von Leuten, die glauben, der Klimawandel sei nicht existent, oder nicht menschengemacht, oder harmlos widerlegt werden.

Nun gibt es eine ähnliche Website für die Energiewende: ee-mythen.de.

Den Tipp habe ich von piqd.de, wo man Inhaltsangaben interessanter Artikel aus dem Netz findet, die von Redakteuren und auch Community-Mitgliedern zusammengestellt werden. Dies ist ein Bezahldienst – allerdings nicht teuer. Wer Wert ohne Werbung will, muss auch Wert zurückgeben…

 

Erfreuliche Nachricht aus dem Bundestag

Einige der Leser werden sich vielleicht an meine Petition an den Deutschen Bundestag erinnern, dass doch die Emissionswerte bitteschön möglichst groß in jeder Autowerbung auftauchen möchten. (hier gebloggt).

Nun ist diese tatsächlich vom Petitionsausschuss als Beschlussempfehlung an den Bundestag verwiesen worden. Genauer gesagt wird empfohlen, die Petition „als Material“ an das Verkehrsministerium zu überweisen, das derzeit die „Verordnung über Verbraucherinformationen zu Kraftstoffverbrauch, Kohlendioxidemissionen und Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen“ überarbeite.

Die Abstimmung des Bundestages ohne abschließende Aussprache wird stattfinden am Donnerstag, 18. Oktober 2018!

Na wenn das nichts ist!!

Hoffentlich lesen die Menschen, die sich damit befassen werden, auch die Diskussion im Petitionsforum des Bundestages, wo ich zwei wichtige Ergänzungen untergebracht habe:

  1. Die Emission nicht in g/100km, sondern in t/10.000km angeben und
  2. Die bei der Herstellung entstandene Emission mit angeben.

Eine habe ich noch vergessen, nämlich diese Werte auch bei Elektroautos mit anzugeben.

Nach dem 18. Oktober werden wir mehr wissen.

Dann muss die Petition immer noch durch die Mühlen des Ministeriums, wo sie wahrscheinlich durch den Fleischwolf gedreht wird… (seufz)

 

Es tut überhaupt nicht weh – Emissionskompensation

reiserouteFliegen ist BÖSE. Das sollte sich mittlerweile herumgesprochen haben.
Deswegen bin ich auch mit der Bahn in den Urlaub gefahren, 1700 km nach Neapel. Macht 85 kg CO2 (etwa…).
Dann noch etwas mit dem Schiff und Bus, ca. 20 kg.
Auf der Rückreise bin ich dann schwach geworden und geflogen. Macht noch einmal 145 kg, was wegen der Emission in großer Höhe um den Faktor 3 verstärkt wirkt, also 390 kg CO2-äquivalent.
Summa Summarum ca. 500 kg.
So und weil ich ja so ein guter Mensch sein will, bin ich zu Atmosfair gegangen und habe Projekte mit einem Einsparungswert von 1 Tonne finanziert, macht 50 €. Zweifel an der behaupteten Einsparungsmenge sind nämlich angebracht, daher ein Sicherheitsfaktor von 2. Bei Reisekosten von um die 1000 € ein Spottpreis, ein Witz.

Es ist ganz einfach und tut überhaupt nicht weh.

Wirtschaftswachstum und Ressourcenverbrauch

Hier ein Zusammenfassung verschiedener Studien über den Ressourcenverbrauch der Menschen im Jahr 2050 unter der Bedingung maximaler Anstrengung zu dessen Verminderung.

Ergebnis: Wir würden statt das 3,5-fache des nachhaltig Möglichen nur noch das 2- bis 2,5-fache verbrauchen.

Was bedeutet, dass eine Ressourcenerschöpfungskatastrophe ein paar Jahre später einträte.