Reflexion aus dem Catanieser Dom

Ein Bild oder eine Skulptur regt innere Prozesse an, es ist quasi situative Information. Zu wissen, dass es von einem Menschen erschaffen wurde, ruft einen Kontext wach. Dieser Kontext ist die Botschaft. Sie ist mittelbar, komplex und uneindeutig. Da ist die Botschaft des Künstlers selbst und die des Zeigenden.

Im Gegensatz dazu ist ein Satz, direkt an mich gerichtet, eine unmittelbare Botschaft.

Ein Kunstwerk ist immer ein Geschenk. Es schenkt Raum. Kunstwerke vergangener Zeiten zeigen uns etwas über die Beziehungen der Menschen damals. Auftraggeber, Künstler, Zielgruppe. Das Kunstwerk ist immer mit einem Körnchen Salz zu nehmen, wie die Mode.

Wirtschaftswachstum und Ressourcenverbrauch

Hier ein Zusammenfassung verschiedener Studien über den Ressourcenverbrauch der Menschen im Jahr 2050 unter der Bedingung maximaler Anstrengung zu dessen Verminderung.

Ergebnis: Wir würden statt das 3,5-fache des nachhaltig Möglichen nur noch das 2- bis 2,5-fache verbrauchen.

Was bedeutet, dass eine Ressourcenerschöpfungskatastrophe ein paar Jahre später einträte.

For Greta

Mit der Entschiedenheit der Jugend beschämt sie uns.
Ist ihre Kraft nicht schön?
Fragen wir uns nicht nur: Was kann unser Beitrag sein? Tragen wir bei!

Open Mind

I want to feel safe.

When I walk home late at night.

When I sit on the subway.

When I sleep at night.

But I don’t feel safe.

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Spuren am Himmel und verteilte Verantwortung

contrails-jake-melara-6771-unsplash-flacher-1024Es gibt ja die Verschwörungstheoretiker, die die Kondensstreifen der Flugzeuge auf das Versprühen von Chemikalien durch machthungrige Regierungen zurückführen. Das ist natürlich Quark.

Die von den Flugzeugen erzeugten Wolken haben aber trotzdem eine ungünstige Wirkung: sie verstärken die atmosphärische Erwärmung, vulgo Klimawandel, weil sie dummerweise für sichtbares Licht wesentlich transparenter sind als für Wärmestrahlung.

Eine jüngst hier erschienene Studie hat dies nun quantifiziert: durch diesen Effekt wird die klimaschädliche Wirkung des Fliegens etwa verdoppelt. Es gibt auch Quellen die eine Verdreifachung angeben, aber ich halte mich hier an diesen Wert.

Man kann hier auch eine neuere Entwicklung der Veröffentlichung von wissenschaftlichen Arbeiten beobachten, nämlich den kostenlosen Zugang für Jeden (Open Access). Das ist natürlich sehr erfreulich.

Um den Effekt in Relation zu bringen habe ich hier mal die Emission zweier Urlaubsreisen berechnet (Basisinformationen hier, alle Zahlen sind Tonnen):

2 mal 2000 km 2 mal 5000km
Flugzeug: Kerosinverbrauch 0,09 0,27
Flugzeug: CO2-Emission 0,27 0,85
Flugzeuge: äquivalente CO2-Emission 0,55 1,71
Auto (8l/100km, 3 Personen) 0,25
Bahn 0,2

Mittlere jährliche Emission eines Deutschen (inklusive Babies und Greise): 11 t.

Für die Bahn gibt es widersprüchliche Angaben, da die Emission stark von der Auslastung des Zuges abhängt, aber ein Wert von 50 kg/1000 km taucht öfter auf, z.B. hier, für eine Auslastung um 0,4. Damit wären wir dann bei 0,2 t/P für unsere Fernreise.

Bei allen Massenverkehrsmitteln (Bahn, Flugzeug, Bus) gibt es einen Unterschied zwischen der mittleren Emission, die durch Massenentscheidung bedingt ist und der durch die Einzelentscheidung hervorgerufenen Emission. Dieser hat einen eigentümlichen Effekt zur Folge: Wenn ich als Einzelperson entscheide zu Reisen, sind meine Emissionswerte bei Null, da der Zug oder das Flugzeug sich sowieso bewegen – ich erhöhe lediglich die Auslastung. Ist sie niedrig, wie oft in der Bahn, wird das kaum Einfluss auf die Zugfrequenz haben, ist sie aber hoch, wie oft im Flugzeug, ist mein persönlicher Einfluss auf das Einsetzen eines neuen Flugzeuges wesentlich größer.

Die ganze Sache ist in mehreren Dimensionen ein Beispiel für verteilte Verantwortung. Der Einfluss des Einzelnen ist sehr klein, aber nicht Null.  Kant hat seinerzeit mit dem kategorischen Imperativ eine Regel genau für diesen Fall aufgestellt.

Dazu kommt die normative Kraft des Faktischen: Fliege ich, erhöhe ich damit die Wahrscheinlichkeit, dass die Menschen, die mich kennen, auch fliegen.

 

Photo by Jake Melara on Unsplash

„Climate Leadership“

Remarks And Observations

Every now and then somebody writes about „climate leadership“ and how this or that country will loose it or take it over. IMHO this is bullshit.

If the term is not linked to the emissions themselves, but to some nice-sounding, but half-hearted, PR boosted measures, that let decrease the very emissions, that the very same country has insanely increased in the past, then it becomes just a joke.

The real climate leaders – if the term has any meaning at all – are the countries with the lowest per capita emissions, i.e. the developing and some of the intermediate countries, especially those, who do everything to not go the high-emissions-then-lower-a-bit path we went. Those are the leaders to follow, and when we look at the emissions spread (yearly, per capita) (source):

  • 20 t in US, Canada, Australia,
  • 7-11 t in Europe and China (with the developed part of China…

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Is CO2 Still Accelerating? — Open Mind

Von einem meiner Lieblings-Umweltblogs.

Keinen Schreck kriegen. Niemand hat gesagt, dass es einfach sei.
Einfach noch etwas konsequenter werden.
Politikern unbequeme Fragen stellen.
Manchmal auch Spaßbremse sein, wenn etwa Freunde nach Thailand fliegen.
Eigene Emissionen für 50 € im Jahr bei Atmosfair kompensieren, so lange es noch so billig ist. (Es wird später teuerer werden, wenn alle billigen Kompensationsmöglichkeiten aufgebraucht sind.)

 

Not only is the amount of CO2 in the atmosphere on the rise, the rise itself has been getting faster — so CO2 concentration has been accelerating. A reader recently asked whether or not there’s any sign of its increase flattening out, or even stopping its acceleration. Here’s the CO2 data from Mauna Loa:

über Is CO2 Still Accelerating? — Open Mind