Dies ist kein Auto-Blog, aber . . . (1-Liter-Auto)

wenn man einmal ein Thema beim Wickel hat, fällte einem immer mehr dazu ein.

Mit meiner Zeichnung zum Torsionsfederelement zur Stoßdämpfung beim Einzylinder habe ich mich definitiv als versponnener Techno-Tüftler disqualifiziert. Dennoch will ich hier das momentan aktuelle Feld weiter beackern.

Es wird bald das 1 – Liter – Auto geben, habe ich kürzlich gelesen und zwar hier. Ein löbliches Vorhaben, ein Schritt in die richtige Richtung, aber: nicht das was wir brauchen. Denn es ist ein Rekordauto, ein Konzeptauto, ein Demonstrationsauto, kein Massenauto! Anscheinend ist der VW  – Vorstand von seinem Lupo-Versuch, der (so meine ich kühnerweise) vor allem wegen des bescheuerten Designs so gescheitert ist, so frustriert, dass er, nachdem er zuerst zu kurz geschossen und dann kein „Standing“ bewiesen hat, nun über das Ziel hinausschießt und des Guten zuviel tut. Ich möchte mal wissen, wie weit die Umweltbewegung wäre, wenn sie bessere Designer und Werbeleute hätte.

Immerhin für mich befriedigend: der Wagen wird einen Einzylindermotor haben, abgedeckte Hinterräder, Freilauf. Weitere energierelevante Elemente: Start-Stopp-Automatik, Bremsenergierückgewinnung.

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Das Auto der Zukunft (vom energetischen Standpunkt aus)

Wie es ausschaut, weiß natürlich keiner. Wie ein energieeffizientes ausschauen muss, lässt sich hingegen sehr wohl sagen. Die Annahme ist, dass die Motive der Käufer sich mit steigenden Energiekosten mehr und mehr von „Status und Fahrfreude“ weg und zu „sparsam“ hin verlagern werden.

Es wird sicher mehr wie der Citroën DS ausschauen als wie der Porsche Cayenne. D.h. es wird eher langgestreckt, mit kleinem Querschnitt, daherflitzen als wie ein überdimensionaler Ziegelstein auf Rädern. Die Räder werden in die Verkleidung mit einbezogen sein. Rückspiegel wird es nicht mehr geben – stattdessen entsprechende Kameras.

Der Antrieb wird elektrisch sein und die Energiequelle keine Brennstoffzelle, sondern ein Akkumulator. Warum? Das Auto wird mit solar gewonnener Energie fahren. In einem wasserstoffbasierten regenerativen Energiesystem mit Elektrolyse am einen und Brennstoffzellen am anderen Ende betragen die Umwandlungsverluste 75 % und mehr, weil jede der beiden Teilstufen nur 50 % Wirkungsgrad aufweist – Transportverluste nicht inbegriffen. In einem akkumulatorbasierten System gehen nur ca. 20 % verloren – 10 % im Transport und 10 % im Akkumulator. (Ja, ich weiß dass das optimistische Annahmen sind.) Und Akkus lassen sich viel besser zu Bremsenergierückgewinnung verwenden. Tanken wird man dadurch, dass man den leeren Akku – oder die leeren Akkumodule – an der Tankstelle gegen volle austauscht. (Ja, auch das ist eine optimistische Annahme.)

Das heißt: eine Wasserstoffwirtschaft wird es nicht geben.

Vielleicht aber wird auch das Elektroauto nie kommen, wenn nämlich die Kraftstoffgewinnung aus Algen sich so explosionsartig entwickelt, wie ich das im vorigen Artikel angedeutet habe. Auch dann können wir etwas über die Motoren der Zukunft sagen. Sie werden weniger und dafür größere Zylinder haben, da diese viel weniger relative Oberfläche besitzen. Für den Teillastbetrieb wird man die Hälfte der Zylinder abkoppeln können. Dies vermindert die innere Reibung und erhöht den thermodynamischen Wirkungsgrad, weil die restlichen Zylinder mit höherer Ladung betrieben werden. Außerdem wird etwas eingebaut, was man bisher nur vom Fahrrad und  – hört, hört – vom Trabbi kannte, nämlich einen Freilauf. Dieser vereinfacht es nämlich, die besonders energieeffiziente Fahrweise zu benutzen, nach der Ampel kräftig Gas zu geben und sich dann bis zum nächsten Halt mit ausgeschaltetem Motor rollen zu lassen.