Ein Element: Respektieren

Eine Erkenntnis aus der Meditation: meine Entscheidungen zu  respektieren. Das heißt ganz und garnicht, ihre Wirkungen zu negieren. Im Gegenteil. Es heißt, ihre Wirkungen zu würdigen.

Es heißt auch, die Entscheidungen anderer zu respektieren.

Dies ist noch nicht das Ziel. Das Ziel ist, in einem Flow von Wahrnehmungen, Gefühlen, Entscheidungen, Handlungen und Reflektionen zu sein. Wenn ich über das Respektieren oder Nichtrespektieren von Entscheidungen nachdenke, bin ich bereits nicht mehr in diesem Flow.

Einige von Euch werden das nachvollziehen können, anderen wird es gar nichts sagen.

Advertisements

Einige Absätze zu Arbeitslosigkeit

Es ist ein Irrtum, zu glauben, dass man als Arbeitsloser alles das tun kann, was man will, selbst wenn man die Dinge, die einfach zu viel Geld kosten nicht in Betracht zieht. Dies liegt daran, dass die Anzahl der Vorhaben inflationär zunimmt, während die Geschwindigkeit, in der man etwas tut, in erstaunlichem Maße abnimmt. Zumindest für einige trifft das zu.

Mit dem Arbeitslossein ist es wie mit dem Dickwerden: es ist einfach, es zu werden und sehr schwierig, wieder davon runter zu kommen.

Ein Freund von mir leitete lange Jahre Jugendtheater. Eines Tages wurde es ihm zu viel, zu viel Wiederholung desselben, zu viel Scherereien mit der prekären Geldbeschaffung, und er ging in Hartz-4. Er wunderte sich, mit welcher Plötzlichkeit seine menschlichen Kontakte abnahmen. Nun schreibt er an einem Buch, aber mit größter Skepsis, was die Nachfrage angeht.

Zwischen Arbeitslosengeld und Hartz-4 eine andere Unterscheidung zu treffen als das Geld ist lächerlich; ob das Geld aus dieser oder jener Kasse kommt ist doch völlig unwesentlich.

Es heißt, Arbeit gebe Kraft zu mehr Arbeit. (Sagte u.A. der indische Guru Rajneesh alias Osho). Da ist wohl was dran.

Ich rede jetzt von den sogenannten freiwilligen Arbeitslosen, was sozusagen der “Abschaum” in der öffentlichen Diskussion ist. Für einige von diesen ist das Schwierige nicht so sehr, etwas zu tun, als etwas nicht zu tun, d.h. viele Möglichkeiten (und seien sie auch illusionär) gegen eine Wirklichkeit einzutauschen.

Die meisten Vermittler in den Jobcentern sind positiv eingestellt, freundlich, fair und nicht agressiv. Dennoch stellen die Gespräche mit ihnen für viele Arbeitslose einen massiven Stressfaktor dar. Es gibt welche, die, wenn sie es sich irgend leisten können, auf das Geld verzichten, nur um diesen Stress nicht mehr aushalten zu müssen.