Ein möglicher Umgang mit innerer Kritik

Für mich ist innere Kritik an mir selbst eine Erscheinung, die sehr häufig auftaucht und an meiner Motivation nagt. Mit etwas Glück kann ich sie bewusst aus dem Rauschen des Geistes unterscheiden und habe Raum, um damit umzugehen.

Ich habe einen Prozess mit zwei Schritten gefunden, der mir dabei hilft:

  1. Verbinden. Sich mit dem gegenwärtigen Selbstprozess verbinden: Sehen, Hören, Fühlen. Sich mit der Kritik verbinden, d.h. mit ihr sein, aber nicht in ihr aufgehen, sondern sie als einen Teilprozess ansehen. Also auch nicht dagegen argumentieren oder kämpfen. Spüren, was an der Kritik im Inneren in Resonanz kommt.
  2. Es sich entwickeln lassen unter dem Gesichtspunkt des Konstruktiven. Jede Kritik spricht ja einen Widerspruch an und in vielen Widersprüchen stecken Entwicklungsmöglichkeiten. Diese können unerwartet sein. Als Beispiel: die innere Kritik, zu „kindlich“ zu sein kann zu der Entwicklung führen, seine vorhandene innere Stärke stärker wahrzunehmen. Das es-sich-entwickeln-Lassen benötigt etwas Zeit, kann aber trotzdem überraschend schnell gehen.

Dies kann auch für den Umgang mit Kritik von anderen Menschen verwendet werden, wenn sie innere Kritik anregt – was häufig der Fall ist.

Wie bei allen Techniken ist es auch hier sinnvoll, sie zu üben und einzuschleifen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s